Vorbeugung der Leptospirose nur durch Impfung möglich
●●● jährliche Wiederholungsimpfung
Eine Impfung gegen Leptospirose gilt als Core-Vakzinierung. Hunde sollten zu jeder Zeit gegen die Leptospirose geschützt sein.
Gegen Leptospiren stehen bi-, tri- und tetravalente Impfstoffe zur Verfügung, die Antigene der Serovaren Canicola, Icterohaemorrhagiae und teils Grippotyphosa und Australis enthalten.
Am häufigsten werden derzeit Infektionen mit den Serovaren Australis, Grippotyphosa und Pomona beobachtet.
Daher wird der Einsatz von neuen Impfstoffen, die vor möglichst vielen Serovaren schützen, empfohlen.
Auch Hunde, die eine Infektion überstanden haben, sollten nach der Genesung entsprechend der Herstellerangaben geimpft werden, da die Immunantwort gegen Leptospiren weitestgehend Serogruppen-spezifisch und auch nach einer Infektion nicht lang andauernd ist.
Die Grundimmunisierung besteht aus einer zweimaligen Anwendung. Die Impfung ist jährlich zu wiederholen.
Die Leptospirose kommt bei vielen Wild-, Haus- und Nutztieren sowie beim Menschen vor.
Vor allem Mäuse und Ratten, aber auch Wildschweine, gelten als wichtige Reservoirwirte und tragen zu der Verbreitung des Pathogens in der Umwelt bei. Besonders stehende Gewässer und Urinstelle von Mäusen / Ratten / Wildtieren sind Gefahrenquellen.
Die Leptospirose des Menschen und der Tiere wird auch in Deutschland relativ zunehmend beobachtet.
Neben der Leptospirose sollte auch gegen Parvovirose (Katzenseuche) und Staupe (s. Artikel EJZ und hier) geimpft werden.
Gerade die Staupe ist hier im Landkreis wegen der Waschbären und Füchse auch weit verbreitet.
Das empfohlene Impfschema ist folgendes:
Die Nachimpfungen sollten jährlich stattfinden.
Wer mit dem Hund ins Ausland auf Reisen geht, braucht zwingend auch noch eine Tollwutimpfung. Wer nur in Deutschland bleibt, für den ist die Tollwutimpfung nicht mehr vorgeschrieben, denn dank der guten Impfmoral der letzten Jahrzehnte konnte die (terrestrische) Tollwut innerhalb von Deutschland ausgerottet werden.
Jetzt höre ich immer wieder das „Pseudoargument“, dass eine jährliche Impfung ja viel zu viel sei und der Mensch ja auch nicht so oft geimpft werden müsste…
Dazu folgendes:
- Die Impfungen der Grundimmunisierung sind die wichtigsten und sollten wirklich strikt terminlich eingehalten und durchgeführt werden
- Der Hund ist kein Mensch – die Immunantwort ist eine andere als die von Menschen
- Der Hund lebt auch 7 mal schneller als der Mensch. Wenn man bedenkt, dass ein Hundejahr in etwa 7 Menschenjahre sind, so kommt das mit den Impfabständen ganz gut hin.
- Gerade alte Tiere mit einem schwindenden Immunsystem brauchen auch die Impfungen, denn sie sind grundsätzlich anfälliger gegen Infektionen
Zudem sind wir als Tierärzte froh, den Hund wenigstens einmal im Jahr zu Gesicht zu bekommen, um zumindest eine Allgemeinuntersuchung vorzunehmen.
Viele (bes. chronische) Erkrankungen entwickeln sich schleichend und der/die Besitzer registrieren das nicht so deutlich.
Arthroseschmerzen, Herzprobleme, Nierenprobleme, Hormonimbalancen (u.a. Schilddrüse, Nebenniere, Bauchspeicheldrüse), Altersdemenz, Tumore und weiteres werden oft erst bei der „Impfuntersuchung“ entdeckt.
Kontrollieren Sie als einfach Ihren Impfpass von ihrem Hund. Dort ist der nächste Impftermin mit Sicherheit eingetragen. (Was kostet eine Impfung? –> Blogartikel)
Vereinbaren Sie dann, wenn die Zeit dran ist, einen Impftermin bei uns – ganz einfach und unkompliziert mit unserer online Terminvergabe.